"Diepholz ist um eine Attraktion reicher," war sich Dr. Thomas Schulze sicher. "Das Schlossareal ist eine Perle an der Innenstadt- und der Stelenpfad trägt in ganz besonderer Weise dazu bei", lobte Diepholz Bürgermeister.
Sechsunddreißig Stelen stehen am neuen Weg rund ums Diepholzer Schloss - jede einzelne mit einem ganz speziellen Bezug zu Diepholz und seiner Geschichte. Am Sonntag eröffnete der Heimatverein Diepholz den Park in feierlichem Rahmen. Nur knapp ein Dreivierteljahr habe man für die Umsetzung des Stelenparks benötigt, berichtete Burckhard Bode in seiner Begrüßungsansprache.
Der Vorsitzende des Heimatvereins Diepholz stellte das "Projekt Stelenpark" im Schnelldurchlauf vor: Die Idee sei von der Diepholzer Familie Werner und Hedda Zeeb an den Heimatverein herangetragen worden.
Bei einem Besuch im südpfälzischen Herksheim sei den Zeebs der schöne Stelenpark der Stadt aufgefallen - man habe Fotos gemacht und diese dem Heimatverein zukommen lassen. Der war sofort überzeugt - und fuhr nach Herksheim, um sich selber ein Bild von den Stelen zu machen.
Im Frühjahr 2006 begannen die Planungen. Eine Arbeitsgruppe wurde gegründet, Kosten wurden kalkuliert und mögliche Themenbereiche für die Stelen recherchiert.
"Nun ist der Park fertiggestellt", freute sich Burckhard Bode. "Und Dank der guten Arbeit aller Beteiligten sind die Stelen auch sehr schön und professionell geworden!"
"Die konzeptionelle Idee, die Gestaltung und die technische Entwicklung stammt von dem deutschen Designer Martin Metz, bei dem auch das Copyright und der Geschmackmusterschutz liegen (www.metzdesignprojekte.com)".
Ein großer Dank des Heimatvereins gehe an die beteiligten Firmen, an die Sponsoren und natürlich an die Familie Zeeb, die die Idee von einem Stelenparks überhaupt erst nach Diep holz gebracht habe. Diepholzer Firmen - Schöma, Elastogran, U.Walter sowie einige Diepholzer Vereine - seien Sponsoren von jeweils einer Holzstele, so Bode. In jeder der Stelen ist eine Vitrine eingebaut - hier finden Besucher Informationen rund um die Stadt.
Zehn Stelen mit zehn Themen: Dem Ursprung des Namens "Diepholz", um die Verleihung der Stadtrechte, die Hexenprozesse des 17. Jahrhunderts, um Judenverfolgung, um Zuwanderung, Industrialisierung, Bohlenwege, Torfabbau und natürlich die Diepholzer Gans.